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Newsroom – Marcus Hebein

„Joe-Biden-Vibes im Kanzleramt?“: Annett Meiritz zieht Parallele zu Merz

„Joe-Biden-Vibes im Kanzleramt?“: Annett Meiritz zieht Parallele zu Merz Annett Meiritz (Foto: Jessica Ledanoswki)

Die „Handelsblatt“-Korrespondentin vergleicht die Debatte um Friedrich Merz mit den letzten Wochen von Joe Bidens Präsidentschaftskandidatur. Sie hält einen Kanzlertausch für möglich.

Berlin – „Joe-Biden-Vibes im Kanzleramt?“ Mit dieser Frage überschreibt Annett Meiritz einen LinkedIn-Beitrag zur aktuellen Debatte um Bundeskanzler Friedrich Merz, wie die „Wirtschaftsjournalist:in“ berichet. Die Journalistin, die acht Jahre für das „Handelsblatt“ aus den USA berichtete (sie wechselt als stellvertretende Chefredakteurin demnächst zu Politico Deutschland), erkennt Parallelen zur Situation vor dem Rückzug von Joe Biden aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf im Sommer 2024.


In den Tagen vor Bidens Rückzug habe ein „Gefühl des Wartens auf das Unvermeidbare“ dominiert, schreibt Meiritz. Zunächst seien Rücktrittsforderungen aus der zweiten Reihe der Demokratischen Partei gekommen, schließlich seien sie immer prominenter geworden. Zwingen habe man Biden allerdings nicht können: „Die Entscheidung konnte nur er selbst treffen.“


Ein ähnliches Gefühl mache sich für sie inzwischen mit Blick auf Merz breit. „Kaum jemand verteidigt ihn öffentlich, der interne Autoritätsverlust wird immer deutlicher“, schreibt Meiritz. Die Journalistin hält es für möglich, dass ein Kanzlertausch auch nach den kommenden Wahlen Thema bleibt: Sollte Merz die aktuelle Debatte überstehen, könne sie beim nächsten Anlass erneut aufbrechen.


Meiritz verweist darauf, dass Planspiele über einen möglichen Kanzlertausch oder eine Minderheitsregierung bereits im Frühjahr journalistisch thematisiert worden seien. Als sie solche Szenarien damals in der ARD-Sendung „Maischberger“ erwähnte, sei ihr in der Runde entgegengehalten worden, es sei „verantwortungslos, über sowas zu spekulieren“.


Meiritz ist derzeit internationale Korrespondentin im Berliner Büro des „Handelsblatts“. Seit Januar 2026 berichtet sie dort schwerpunktmäßig über Außen- und Sicherheitspolitik. Bereits angekündigt ist ihr Wechsel zu Politico Deutschland, dort wird sie stellvertretende Chefredakteurin.

 

 

 

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