Vermischtes
KNA

Kritik an Verhaftung von prominentem kubanischen Journalisten

Henry Constantín leitet das regierungskritische Medium „La Hora de Cuba“. Er wurde in der vergangenen Woche zum zweiten Mal innerhalb von 15 Monaten verhaftet.

Miami/Havanna (KNA) – Der kubanische Staat wirft ihm „Ungehorsam“ vor. Nun hat die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) mit scharfer Kritik auf die Verhaftung des unabhängigen Journalisten Henry Constantín reagiert. Der Chefredakteur des Mediums „La Hora de Cuba“ war in der vergangenen Woche wegen „Ungehorsams“ festgenommen worden.


Verband fordert Freilassung
Die Verhaftung von Constantín stelle eine neue und schwerwiegende Schikane gegen die unabhängige Presse in Kuba dar, heißt es in einer Stellungnahme der SIP. Eine Anklage wegen „Ungehorsams“ dürfe nicht zu einem Instrument werden, um einen Journalisten einzuschüchtern oder zum Schweigen zu bringen. „Die kubanischen Behörden müssen ihn freilassen und dieser Verfolgung ein Ende setzen“, forderte die SIP.


Vorladungen, Festnahmen, Überwachungen und der Hausarrest gegen Constantín seien Teile eines Musters, das darauf abziele, seine journalistische Arbeit zu behindern. Den Angaben zufolge war Constantín bereits im Juni 2025 festgenommen und mehrere Tage lang festgehalten worden. Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hatte damals die Verhaftung dokumentiert.
Die SIP ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von mehr als 1.300 Medienunternehmen, der sich für die Verteidigung und Förderung der Presse- und Meinungsfreiheit in ganz Amerika einsetzt.

 

 

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