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Kostenlose Wochenzeitungen bleiben stark im Lokalen

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Gesamtauflage aber von 45 auf 42 Millionen Exemplare. Die Gründe.

Berlin  – Kostenlose Wochenzeitungen behaupten nach Angaben des Bundesverbands kostenloser Wochenzeitungen e. V. (BVDA) weiterhin ihre Rolle im lokalen Medienmarkt. Grundlage sind aktuelle Branchen- und Umsatzdaten, die der Verband vorgelegt hat.


Demnach erscheinen in Deutschland im Jahr 2026 insgesamt 654 Titel mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von 42 Millionen Exemplaren, herausgegeben von 266 Verlagen. Damit bleibt die Gattung trotz „fortschreitender Konsolidierung“ flächendeckend verbreitet.

 

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Gesamtauflage von 45 auf 42 Millionen Exemplare. Als Hauptgrund werden Titeleinstellungen vor allem im Mittwochssegment genannt. Zugleich passen Verlage ihre Zustellgebiete an, um auf steigenden Kostendruck zu reagieren. Rund 75 Prozent der Titel erscheinen am Wochenende, davon 432 am Samstag und 52 am Sonntag.

 

Die Umsätze der Branche gelten als weitgehend stabil. Der Nettowerbeumsatz lag 2025 bei 1,157 Milliarden Euro nach 1,168 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Anteil der Fremdbeilagen stieg auf 55 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchstwert.

 

Der BVDA verweist auf einen anhaltenden strukturellen Anpassungsprozess in der Branche. Besonders Logistik- und Zustellkosten setzten die Verlage unter Druck. Gleichzeitig betont der Verband die weiterhin hohe Bedeutung der kostenlosen Wochenzeitungen für lokale Werbung und Handelskommunikation.

 

 

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