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KNA

Kartellamt gibt grünes Licht für Übernahme der „Westfälischen Zeitung“

Die „Rheinische Post“-Gruppe darf die „Westfälischen Nachrichten“ und das „Westfalen-Blatt“ übernehmen. Das Bundeskartellamt hat dem im März verkündeten Deal jetzt zugestimmt.

Bonn (KNA) Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der „Westfälischen Nachrichten“ und des „Westfalen-Blatts“ durch die „Rheinische Post“ genehmigt. Das gab die Wettbewerbsbehörde am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Das Vorhaben sei aus wettbewerblicher Sicht unbedenklich, da sich die Verbreitungsgebiete der beteiligten Verlage nicht überschneiden, so Kartellamtschef Andreas Mundt. „Die Unternehmen stehen daher weder auf den Lesenden- noch auf den relevanten Anzeigenmärkten in direktem Wettbewerb.“


Bei Fusionen oder Übernahmen auf dem Zeitungsmarkt prüft das Bundeskartellamt nur die Auswirkungen auf den Lesermarkt und den Anzeigenmarkt. Die Behörde beurteilt, ob Leser und Werbetreibende ausreichend Ausweichmöglichkeiten haben. Die Auswirkungen einer Übernahme auf die Meinungsvielfalt im Journalismus kann das Kartellamt nicht in die Bewertung einbeziehen.

 

Allgemeiner Branchentrend

Anfang März hatte die „Rheinische Post“ bekanntgegeben, die westfälischen Blätter übernehmen zu wollen. Teil des Deals war auch das Digitalgeschäft der Westfälischen Medienholding, die die Blätter bislang herausgegeben hat. Mit der Übernahme wird die „Rheinische Post“ eigenen Angaben zufolge die auflagenstärkste Tageszeitungsverlagsgruppe in Nordrhein-Westfalen.

 

Die Fusion der beiden Häuser folgt einem allgemeinen Trend in der Branche – weg von kleinen, eigenständigen Verlagen hin zu großen Gruppen. Ende Februar hatte der DuMont-Verlag, der unter anderem den „Kölner Stadt-Anzeiger“ herausgibt, die „Kölnische Rundschau“ vom Heinen-Verlag übernommen.

 

 

 

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