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Tarifverhandlungen: DJV-NRW ruft WDR-Beschäftigte zu Warnstreik auf

Verbands-Geschäftsführer Volkmar Kah kritisierte, der Sender liege „Lichtjahre“ hinter den Forderungen der Gewerkschaften zurück.

Köln – Der Deutsche Journalisten-Verband Nordrhein-Westfalen (DJV-NRW) hat gemeinsam mit weiteren Gewerkschaften für den 8. Juni zu einem 24-stündigen Warnstreik beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen.


Nach Angaben des DJV-NRW sei das bisherige Angebot des WDR unzureichend. Verbands-Geschäftsführer Volkmar Kah kritisierte, der Sender liege „Lichtjahre“ hinter den Forderungen der Gewerkschaften sowie den bereits im öffentlichen Dienst erzielten Abschlüssen zurück.


Kritik äußert der Verband auch an Plänen zur stärkeren Zusammenarbeit der ARD-Anstalten. Demnach könnten Beschäftigte künftig bei Bedarf zwischen den Sendern eingesetzt werden. Dies sei grundsätzlich nachvollziehbar, dürfe aber nicht zulasten der Mitarbeitenden gehen, so Kah.


Zudem lehnt der DJV-NRW Veränderungen am journalistischen Berufsbild ab, die aus Sicht des Verbands zu einer niedrigeren Vergütung redaktioneller Tätigkeiten führen könnten. Auch bei den Arbeitsbedingungen freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sieht die Gewerkschaft weiteren Verhandlungsbedarf.


Der Warnstreik soll am 8. Juni um 2 Uhr beginnen und bis zum 9. Juni um 2 Uhr dauern. Eine zentrale Streikversammlung ist für Montagvormittag vor dem 1Live-Haus in Köln geplant. Die Aktion findet einen Tag vor der fünften Verhandlungsrunde zwischen den Tarifparteien statt.

 

 

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