Vermischtes
Newsroom – Georg Taitl

Julia Becker: „Unabhängiger Journalismus ist wichtiger denn je“

Bei der Media Night der Funke Mediengruppe in Berlin hat Verlegerin Becker die Bedeutung professionellen Journalismus betont. Zu dem Netzwerktreffen kamen rund 240 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Berlin – Die Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Funke Mediengruppe, Julia Becker, hat bei der Media Night in Berlin die Bedeutung unabhängigen Journalismus hervorgehoben. „Wir können unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie wir ein Problem lösen. Aber wir brauchen eine gemeinsame Grundlage von Fakten, auf der wir darüber streiten können. Genau diese Grundlage zerfällt. Und deshalb ist unabhängiger, professioneller Journalismus wichtiger denn je“, sagte Becker zur Eröffnung der Veranstaltung.


Die Media Night ist die Nachfolgeveranstaltung des Medien-Q, zu dem die Zentralredaktion seit 2017 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringt. Nach Angaben von Funke nahmen in diesem Jahr rund 240 Gäste teil. 

 

Melanie Amann, Digitalchefredakteurin der Funke-Zentralredaktion, verwies auf die wachsende Distanz zwischen Teilen der Bevölkerung und dem Journalismus. „In einer Zeit, in der sich viele Menschen vom Strom der Nachrichten – vor allem der schlechten – abwenden, schaffen wir Orientierung und bleiben neugierig auf andere Meinungen und Perspektiven“, sagte sie.


Jörg Quoos, Chefredakteur der Zentralredaktion, betonte zugleich die Rolle der Kommentierung. „Wir berichten ohne Schaum vor dem Mund. Aber wir greifen zur Feder und kommentieren sehr scharf, wenn sich zum Beispiel antisemitische Töne in die Politik mischen“, sagte Quoos. Dies sei ein Thema, bei dem die Regionalmedien von Funke Stellung bezögen.


Becker stellte in ihrer Rede auch den Zusammenhang zwischen Journalismus und dem wachsenden Einsatz von KI her. Journalistinnen und Journalisten gingen Hinweisen nach, prüften und verglichen Quellen und sprächen mit Menschen mit unterschiedlichen Positionen. Das sei mitunter langsam und nicht immer spektakulär, schaffe aber „etwas, das für eine Demokratie unverzichtbar ist: Glaubwürdigkeit“.

 

 

 

Sie möchten aktuelle Medien-News, Storys und Praxistipps lesen – und sich über Jobs, Top-Personalien und Journalistenpreise aus Deutschland informieren? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

 

Sie haben Personalien in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Oder ist Ihnen in unseren Texten etwas aufgefallen, zu dem Sie sich mit uns austauschen möchten? Dann senden Sie Ihre Hinweise bitte an georg.taitl@oberauer.com.