Berlin – Der frühere ARD-Sportmoderator Waldemar Hartmann sieht sich nach einer Äußerung über die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp mit Rassismusvorwürfen konfrontiert. Auslöser ist ein Beitrag auf der Plattform X, in dem Hartmann die Politik der Berliner Linken kritisiert und sich anschließend auf den Namen der Politikerin bezieht.
„Mal abgesehen von den aberwitzigen politischen Vorstellungen der Linken in Berlin und ihrer Abhängigkeit von kriminellen Clans und islamistischen Terrororganisationen habe ich einfach ein Problem damit, dass eine Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt Berlin Elif Eralp heißt“, schrieb Hartmann.
Die Äußerung löste parteiübergreifend Kritik aus. Die CDU-Politikerin Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, erklärte laut Deutschlandfunk, man könne Eralp und ihre Partei durchaus heftig kritisieren. Hartmanns Aussage sei jedoch „ohne Wenn und Aber blanker Rassismus“. Auch Dennis Radtke, Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), erhob einen Rassismusvorwurf.
Kritik kam ebenfalls von der früheren Linken-Vorsitzenden Janine Wissler und der Grünen-Politikerin Ricarda Lang. Lang kommentierte den Beitrag auf X mit dem englischen Satz „You’re not supposed to say the quiet part out loud“. Sinngemäß bedeutet das, dass etwas laut ausgesprochen werde, was eigentlich unausgesprochen bleiben sollte.
Hartmann weist Rassismusvorwürfe zurück
Gegenüber „Bild“ widersprach Hartmann den Vorwürfen entschieden. Mit seinem Beitrag habe er lediglich die Berliner Linke kritisieren wollen. Deren Politik halte er für „aberwitzig“. Die Anschuldigungen hätten ihn persönlich tief getroffen.
„Ich bin jetzt 78 Jahre alt, kein Mensch kann mir auch nur ansatzweise irgendetwas vorlegen, das mit Rassismus zu tun hat. Ich war kein Rassist, ich bin keiner und ich werde auch keiner werden“, erklärte Hartmann gegenüber der Zeitung.
Zugleich kritisierte er die Reaktionen aus der Politik. Dass Linke und Grüne die „Rassismuskeule“ einsetzten, überrasche ihn nicht. Besonders enttäuscht zeigte er sich darüber, dass sich auch CDU-Politiker den Vorwürfen angeschlossen hätten.
Der frühere Sportmoderator war über Jahrzehnte eines der bekanntesten Gesichter der ARD-Sportberichterstattung. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Interviews mit Fußball-Bundestrainer Rudi Völler, dessen Wutausbruch nach einem Länderspiel 2003 Fernsehgeschichte schrieb. Inzwischen ist Hartmann für das Portal Nius tätig.
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Waldemar Hartmann (Screenshot: YouTube/Nius)