Vermischtes
Newsroom

Saarländischer Rundfunk plant grundlegende Organisationsreform

Der SR will seine Strukturen neu ordnen. Ein Zielbild für die künftige Organisation liegt vor, ein neues Organigramm soll bis Ende 2026 folgen. Was der Sender genau plant.

Saarbrücken – Der Saarländische Rundfunk (SR) plant eine umfassende Reform seiner Organisationsstruktur. Der Verwaltungsrat hat einem von der Geschäftsleitung vorgelegten Zielbild zugestimmt, das die künftigen Aufgaben des Senders und dessen strategische Ausrichtung beschreibt.

Die Geschäftsleitung informierte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer internen Veranstaltung über den Stand des Prozesses. Die geplanten Änderungen sollen bis zum Jahreswechsel 2026/27 in ein neues Organigramm überführt werden.

 

Nach Angaben des Senders zielen die Anpassungen darauf ab, die Effizienz zu erhöhen, die Belastung der Beschäftigten zu verringern und mehr Spielräume für journalistische Angebote zu schaffen. Zudem sollen die Führungsstrukturen verschlankt werden.

 

Intendant Martin Grasmück erklärte, die Strukturen würden angepasst, um Innovationen und Programmerfolge zu fördern und das Publikum künftig sowohl über lineare als auch über digitale Angebote zu erreichen.

 

Im Zusammenhang mit Reformen innerhalb der ARD soll auch die Zusammenarbeit im Programm und in der Verwaltung intensiviert werden. Verwaltungs- und Betriebsdirektor Martin Stephan zufolge soll die künftige Organisation des SR diese Entwicklung berücksichtigen.

 

Das Zielbild basiert auf internen Analysen sowie Ergebnissen aus Workshops mit Mitarbeitenden. Vorgesehen sind unter anderem themenzentrierte Redaktionen, eine stärkere crossmediale Planung sowie klar definierte Zuständigkeiten für verschiedene Ausspielwege.

 

Programmdirektorin Sonja von Struve erklärte, die geplanten Änderungen zielten auf eine Organisation, die schneller entscheiden und konsequenter handeln könne. Bestehende Arbeitsweisen sollen demnach teilweise übernommen und ausgeweitet werden.

 

Der Verwaltungsrat kündigte an, den weiteren Prozess zu begleiten. Dabei sollen auch externe Berater einbezogen werden. Ziel ist es, bestehende Strukturen zu überprüfen und Effizienzgewinne zu erzielen, zugleich aber die Qualität des Angebots zu sichern.

 

Das neue Organigramm soll im Laufe des Jahres 2026 entwickelt werden. In den kommenden Monaten sollen Arbeitsgruppen mit Beschäftigten aus verschiedenen Bereichen konkrete Abläufe erarbeiten.

 

 

 

Sie möchten aktuelle Medien-News, Storys und Praxistipps lesen – und sich über Jobs, Top-Personalien und Journalistenpreise aus Deutschland informieren? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

 

Sie haben Personalien in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Oder ist Ihnen in unseren Texten etwas aufgefallen, zu dem Sie sich mit uns austauschen möchten? Dann senden Sie Ihre Hinweise bitte an georg.taitl@oberauer.com.