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KNA

Reporter ohne Grenzen setzt Trump auf Liste der „Feinde der Pressefreiheit“

Die Organisation wirft dem US-Präsidenten vor, seine politische Macht gezielt gegen unliebsame Medien einzusetzen. Auch Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi steht neu auf der Liste. Warum die Aufnahme eines amerikanischen Präsidenten für Reporter ohne Grenzen einen Einschnitt darstellt.

Berlin (KNA) – US-Präsident Donald Trump ist laut der Organisation Reporter ohne Grenzen ein „Feind der Pressefreiheit“. Die USA zeigten unter seiner Führung, wie schnell sich die Lage der Pressefreiheit verschlechtern könne, wenn politische Macht dazu eingesetzt werde, unliebsame Medien einzuschüchtern und ihre Arbeit zu behindern, so die Organisation am Montag in einer Pressemitteilung.

„Donald Trump steht auf der Liste, weil er die Macht seines Amtes gezielt gegen Medien einsetzt, deren Berichterstattung ihm nicht passt“, beklagt Geschäftsführer Christian Mihr. Dass ein US-Präsident neben Xi Jinping und Wladimir Putin auf dieser Liste stehe, sei ein Einschnitt.

 

Auch der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi wurde in diesem Jahr neu in die Liste aufgenommen, die einmal im Jahr exemplarisch einen Blick auf Akteure wirft, die die Pressefreiheit gezielt und massiv untergraben. Al-Sisi hatte in Ägypten unabhängige Redaktionen schließen lassen.

 

Drogenkartelle und Digitalkonzerne

Weiterhin vertreten sind die israelischen Streitkräfte, denen vorgeworfen wird, im Gaza-Krieg gezielt Journalisten anzugreifen. Auch Gruppierungen wie die Kommunistische Partei Chinas, die Militärjunta in Burkina-Faso, Drogenkartelle in Mexiko oder die Rebellengruppe M23 in der Demokratischen Republik Kongo führen die Reporter ohne Grenzen als Feinde der Pressefreiheit.

 

Seit einiger Zeit sind auch die Digitalkonzerne Meta und Alphabet dort gelistet. Die Macht dieser Konzerne über digitale Märkte und Werbeeinnahmen verschärfe demnach die ohnehin angespannte Lage vieler Medien, so die Organisation.

 

Gute Nachrichten gibt es derweil aus Ungarn und Serbien. Im vergangenen Jahr waren der ehemalige ungarische Präsident Viktor Orban und der jüngst abgewählte serbische Präsident Aleksandar Vucic noch auf der Liste vertreten. Nach den Wahlniederlagen könnten sie jetzt ihre pressefeindliche Politik nicht mehr fortsetzen, so Reporter ohne Grenzen.

 

 

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