Vermischtes
Newsroom – Georg Taitl

Merz - Döpfner: RND stellt Angaben zu Podcast-Folge klar

Nach Kritik an der ersten Folge des Politik-Podcasts „Wenn Sie wüssten …“ hat das RedaktionsNetzwerk Deutschland eine Klarstellung veröffentlicht. Darin korrigiert die Redaktion unter anderem die zeitliche Einordnung eines geschilderten Gesprächs.

Hannover – Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) hat eine Klarstellung zu seiner ersten Folge des Politik-Podcasts „Wenn Sie wüssten …“ veröffentlicht. Anlass sind Reaktionen auf Schilderungen über Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem Vorstandsvorsitzenden von Axel Springer, Mathias Döpfner.


Nach Angaben des RND berichtete der Podcast über zwei Treffen zwischen Merz und Döpfner und zitierte dabei aus einem Vier-Augen-Gespräch, das nach Darstellung der Redaktion auf Indizien und Sekundärquellen beruhe. Demnach soll Döpfner versucht haben, Merz von einer Zusammenarbeit mit der AfD zu überzeugen. Das RND betont, im Podcast deutlich gemacht zu haben, dass es sich um eine Verdachtsberichterstattung handele.


Axel Springer weist die Darstellung zurück. Das Unternehmen bezeichnete die Schilderung auf der Plattform X als „Lüge“ und erklärte, Verlauf und Inhalt des Gesprächs seien frei erfunden. Zudem veröffentlichte Axel Springer nach eigenen Angaben eine SMS aus dem November 2025, die belegen solle, dass Döpfner bereits damals mit entsprechenden Behauptungen konfrontiert worden sei.


Auch die Bundesregierung wies die Darstellung zurück und sprach von „absurden Gerüchten“. Nach Angaben des RND hatte die Redaktion vor der Veröffentlichung des Podcasts bei der Bundesregierung angefragt. Damals habe diese lediglich mitgeteilt, Termine des Bundeskanzlers grundsätzlich weder zu bestätigen noch zu dementieren.


In der Klarstellung räumt das RND ein, ein Gespräch zwischen Merz und Döpfner zeitlich falsch eingeordnet zu haben. Die Redaktion erklärt zudem, sie könne nicht ausschließen, dass eine ihrer Quellen auf denselben Ursprung zurückgehe wie die von Axel Springer veröffentlichte SMS.


Nach weiteren Recherchen habe es mehr als ein Treffen zwischen Merz und Döpfner gegeben. Eine weitere Quelle bestätige dem RND, dass Merz bereits nach einem ersten Treffen als Oppositionsführer über ein Gespräch mit Döpfner empört gewesen sei. Nach Darstellung des RND soll es dabei ebenfalls um eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD gegangen sein. Die Redaktion kündigte an, das Thema in der nächsten Folge des Podcasts erneut aufzugreifen.

 

 

Sie möchten aktuelle Medien-News, Storys und Praxistipps lesen – und sich über Jobs, Top-Personalien und Journalistenpreise aus Deutschland informieren? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

 

Sie haben Personalien in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Oder ist Ihnen in unseren Texten etwas aufgefallen, zu dem Sie sich mit uns austauschen möchten? Dann senden Sie Ihre Hinweise bitte an georg.taitl@oberauer.com.