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Newsroom – Georg Taitl

Journalistenkongress: Anna Schneider, Eric Gujer und Patrik Müller diskutieren über Medienzukunft

Mehr als 100 Medienschaffende und Medieninteressierte aus drei Ländern kamen zum ersten Kongress des Vereins für unabhängigen Journalismus in Zürich zusammen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der Tageszeitung, Investigativjournalismus und der Einsatz künstlicher Intelligenz.

Zürich – Der im Juni 2026 gegründete Verein für unabhängigen Journalismus (UJ) hat am 16. und 17. Oktober seinen ersten Journalistenkongress veranstaltet. Wie der Verein mitteilt, war die Veranstaltung im Kongresszentrum The Circle am Flughafen Zürich bereits im Vorfeld ausgebucht. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland und Österreich nahmen daran teil.

 

Zum Auftakt sprachen Laura Sachslehner („Exxpress“), Matthias Zehnder („Edito“) und Anna Schneider („Welt“) darüber, warum sie Journalisten geworden sind und weiterhin sein wollen. Weitere Programmpunkte beschäftigten sich mit Investigativjournalismus, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und der Zukunft junger Journalistinnen und Journalisten.


Chefredakteure diskutieren über die Tageszeitung
Im Mittelpunkt des Freitagabends stand die Podiumsdiskussion „Ist die Tageszeitung bereits tot?“. Darüber diskutierten Eric Gujer (NZZ), Patrik Müller (CH Media), Rolf Cavalli („Blick“) und Rainer Nowak („Die Presse“). Die Moderation übernahm Matthias Ackeret (persoenlich.com).


Vorträge hielten unter anderem Burkhard Müller-Ullrich („Kontrafunk“), Jana Hermann („Berliner Zeitung“), Kurt W. Zimmermann („Weltwoche“), Jan Karon („GLUT“) und Nikolaus Frings („Kronen Zeitung“). An weiteren Diskussionsrunden beteiligten sich unter anderem ORF-Moderator Tarek Leitner und „Heute“-Journalist Clemens Oistric.


Workshops zu KI und digitalen Communitys
Am Samstag standen drei Workshops auf dem Programm: Hannes Kirchbaumer (Verein UJ) beschäftigte sich mit dem Aufbau einer digitalen Community, Markus Keiblinger (Texterous) mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz im Journalismus und Vadim Derksen („Junge Freiheit“) mit der Nutzung sozialer Medien.


UJ-Präsident Ronnie Grob sieht in der Beteiligung ein Zeichen für den Bedarf an einem länderübergreifenden Austausch. „Das große Interesse für diesen ersten Anlass am Flughafen Zürich zeigt das Bedürfnis nach einem offenen Austausch unter Medienschaffenden über Redaktions-, Landes- und Meinungsgrenzen hinweg“, erklärte er laut Pressemitteilung.

 

 

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