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Newsroom – Christian Schweppe

James Nachtwey in Berlin: Warum Kriegsfotografie heute wichtiger ist denn je

James Nachtwey in Berlin: Warum Kriegsfotografie heute wichtiger ist denn je James Nachtwey (Foto: IMAGO / TT)

In seiner Ausstellung „Memoria“ zeigt Nachtwey Arbeiten aus vier Jahrzehnten Krisenberichterstattung – und erklärt, warum er Bilder als Auftrag versteht.

Berlin – James Nachtwey zeigt in Berlin neue Arbeiten aus vier Jahrzehnten Kriegs- und Krisenberichterstattung. Im „medium magazin“ beschreibt Christian Schweppe die Begegnung mit dem 77-jährigen Fotografen und ordnet seinen seltenen Auftritt im Rahmen der Ausstellung „Memoria“ ein.

 

Nachtweys Verständnis von Journalismus ist eindeutig: Bilder sollen nicht unterhalten, sondern aufklären. Er begreift seine Arbeit als Dienst an der Öffentlichkeit. Seine Fotografien zielen darauf ab, menschliches Leid sichtbar zu machen und Geschichten zu erzählen, die sonst oft unbeachtet bleiben. Für ihn ist Pressefotografie eine Form der Verantwortung – gerade in einer Zeit, in der Informationen immer schneller und ungefilterter zirkulieren.

 

Sein Weg in den Fotojournalismus war dabei alles andere als klassisch. Als Autodidakt begann Nachtwey, inspiriert von den Bildern des Vietnamkriegs und der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Später wurde er zu einem der prägenden Chronisten globaler Krisen. Er dokumentierte unter anderem den Genozid in Ruanda, die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und zuletzt Flucht und Vertreibung in der Ukraine.

 

Schweppe beleuchtet darüber hinaus Nachtweys Blick auf den Wandel der Medien durch Social Media und KI-generierte Inhalte. Er beschreibt seine Arbeitsweise im direkten Kontakt mit Betroffenen und die ethischen Fragen, die ihn dabei begleiten. Auch die persönlichen Belastungen seines Berufs werden thematisiert. Schließlich wird deutlich, warum Nachtwey trotz aller Erfahrungen weitermacht – und was ihn bis heute antreibt.

 

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