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Investigativjournalistin Beer: Wäre fast nicht in Branche gelandet

Investigativjournalistin Beer: Wäre fast nicht in Branche gelandet Isabell Beer (Foto: X)

Beinahe wäre Isabell Beer keine Investigativjournalistin geworden. Bei der Suche nach einem Volontariat hatte ihr eine bestimmte Voraussetzung gefehlt, erzählt sie auf dem Medien Camp in Berlin.

Berlin (KNA) – Die Investigativjournalistin Isabell Beer wäre beinahe gar nicht in der Branche gelandet. Als sie zu Beginn ihrer Karriere nach einem Volontariat gesucht habe, hatten die meisten dieser Ausbildungen die Voraussetzung, dass man studiert haben muss. „Das war aber schwierig für mich, weil ich das nicht habe“, sagte Beer am Freitag bei der Auftaktveranstaltung des Medien Camps in Berlin. „Beim ‚Berliner Kurier‘ aber hatte ich dann doch die Chance für ein Probearbeiten bekommen.“


Die Arbeit bei der Regionalzeitung habe ihr sehr geholfen: „Man wurde direkt reingeworfen. Es war zwar nicht investigativ, aber es war tagesaktuell und man konnte viel mitnehmen.“ Inzwischen arbeitet Beer als Investigativjournalistin und wurde zusammen mit Isabel Ströh von der Fachzeitschrift „medium magazin“ als „Journalistin des Jahres 2025“ ausgezeichnet.

 

Beer: Habe mich oft selbst ausgebeutet

Der Weg dorthin sei für sie sehr lang gewesen. „Ich habe mich sehr oft selbst ausgebeutet“, erzählte Beer. „Ich habe sehr viel gearbeitet, und mir wurde oft gesagt, dass ich studieren solle – auch kein spezielles Fach, sondern einfach prinzipiell. Aber da habe ich den Sinn dahinter nicht gesehen.“ Beer rät angehenden Journalisten, dass sie auf sich selbst hören sollten. „Es gibt keinen vorgeschrieben Weg in den Journalismus.

 

Auf dem Mediencamp des österreichischen Verlegers Johann Oberauer werden Workshops, Vorträge und Fragerunden angeboten sowie Einstiegsmöglichkeiten in den Journalismus aufgezeigt. Zahlreiche Redakteurinnen und Redakteure verschiedener Zeitungen und Agenturen sind zu Gast.

 

 

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