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Newsroom – Markus Trantow

Florian Harms rechnet ab: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk „droht an Überfettung zu ersticken“

Florian Harms rechnet ab: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk „droht an Überfettung zu ersticken“ Florian Harms (Foto: Ströer)

Angesichts eines Rekordumsatzes von 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 geht der T-Online-Chefredakteur scharf mit ARD und ZDF ins Gericht. In seinem „Tagesanbruch“ fordert er eine radikale Fokussierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Berlin – In seinem „Tagesanbruch“ wettert T-Online-Chefredakteur Florian Harms gegen ARD und ZDF. Anlass ist der Rekordumsatz von 10,4 Milliarden Euro, den die Sender 2024 erwirtschaftet haben. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war einst ein Bollwerk gesellschaftlicher Aufklärung. Heute droht er an Überfettung zu ersticken“, schreibt Harms und nimmt unter anderem die Krimi-Flut ins Visier. Sie wirke ein wenig so, als wollten die Sender „kritische Zuschauer vom politisch korrekten Einheitsbrei ihrer Politsendungen ablenken“.


Auch das „Heer aus Intendanten, Chefredakteuren, Fernsehdirektoren, Programmdirektoren und sonstigen Frühstücksdirektoren“ bekommt sein Fett weg, ebenso wie die Medienpolitik, „in der jeder Ministerpräsident sein eigenes Mediensüppchen“ kochen dürfe. Harms plädiert für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich auf Berichterstattung über Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft konzentriert und alles andere „in die Hände privater Medien“ legt.

 

 

 

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