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KNA

Evangelischer Pressebund Bayern bangt um Mitarbeiter und Zukunft

Angekündigte Zuschusskürzungen der Landeskirche sorgen beim evangelischen Presseverband für große Besorgnis. Die zugehörigen Medien stehen fast alle vor dem Aus.

München (KNA) – Der Evangelische Presseverband für Bayern (EPV) sieht seinen Fortbestand durch bevorstehende Mittelkürzungen massiv bedroht. Die von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) angekündigte Streichung von Zuschüssen für den Verband „stellt uns vor eine ungewisse Zukunft“, erklärte EPV-Direktor Roland Gertz am Montag.


Hintergrund ist eine am Freitag verkündete Entscheidung der ELKB. Demnach soll die Kommunikationsarbeit der Landeskirche neu ausgerichtet werden. In diesem Zusammenhang soll die bestehende Zuwendungsvereinbarung mit dem EPV zum Ende des laufenden Jahres gekündigt werden. Dadurch wolle die ELKB notwendige Einsparungen vorantreiben. Ihre Rundfunkarbeit in öffentlich-rechtlichen und privaten Medien wolle die Kirche aber fortsetzen. Auch der Landesdienst des Evangelischen Pressedienstes (epd), der unter dem Dach des EPV agiert, sei von den Kürzungen nicht betroffen.

 

Kürzungen sprengen Verhältnismäßigkeit

Gertz kritisierte, dass die Entscheidung der Landeskirche dem EPV erst Ende Januar mitgeteilt worden sei, ohne dass zuvor ein lösungsorientiertes Gespräch geführt werden konnte. Auch dem Verband sei bewusst, dass die Kirche sparen müsse. Die angekündigten Kürzungen für den EPV „sprengen aber jede Verhältnismäßigkeit“, betonte Gertz. Dadurch stehe nun die Fortführung medialer Dienste wie des Evangelischen Sonntagsblatts für Bayern sowie die berufliche Zukunft der rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Aus. „Das sind düstere Aussichten. Und deshalb wollen wir alles tun, damit es nicht zu diesem Worst-Case-Szenario kommt.“

 

Die Zuschüsse für den EPV belaufen sich laut Gertz auf jährlich rund 2,6 Millionen Euro – das entspricht 0,28 Prozent des rund eine Milliarde Euro umfassenden Haushalts der Landeskirche. Durch die angekündigte Mittelkürzung könnten bis zu 70 Prozent der Zuschüsse wegfallen. Der Haushalt werde final erst von der Landessynode im November beraten. Bis dahin hoffe er auf weitere Gespräche mit der Landeskirche, um Lösungen für die Angebote und die Mitarbeitenden zu finden, so Gertz. „Wir wollen, dass möglichst viel weitergehen kann – auch unter den gegebenen Rahmenbedingungen.“

 

 

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