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Newsroom – Georg Taitl

DJV erinnert vor Landtagswahlen an Pressekodex für Leserbriefe

Redaktionen trügen die presseethische Verantwortung für alle redaktionellen Beiträge.

Berlin – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Redaktionen vor dem Hintergrund der politischen Diskussionen im Vorfeld der Landtagswahlen im September an die Geltung des Pressekodex für Leserbriefe erinnert.


Der Verband verweist auf die Publizistischen Grundsätze des Pressekodex, wonach diese auch bei der Veröffentlichung von Leserbriefen zu beachten sind. Demnach tragen Redaktionen die presseethische Verantwortung für alle redaktionellen Beiträge – unabhängig von der Art und Weise ihrer Erstellung. Zudem bestehe kein Anspruch auf die Veröffentlichung eines Leserbriefs.


DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster erklärte, Diskriminierung von Minderheiten, Beleidigungen politischer Gegner und Schmähungen Andersdenkender hätten in veröffentlichten Leserbriefen keinen Platz. Redaktionen seien im Zweifel gut beraten, auf einen Abdruck zu verzichten, auch wenn dies Protest auslösen könne.


Zugleich dankte Beuster Journalistinnen und Journalisten, die sich für einen fairen und kritischen Journalismus einsetzen. Dieses Engagement dürfe unabhängig vom Ausgang der Wahlen im September nicht nachlassen.

 

 

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