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KNA

Deutsche Welle: Berichterstattung aus dem Iran extrem schwierig

Täglich steht der Iran in den Schlagzeilen. Über die Lage der Menschen in dem Land ist jedoch nur wenig zu erfahren. Das hat auch damit zu tun, dass journalistische Arbeit im Land selbst so gut wie unmöglich ist.

Bonn (KNA) Die Berichterstattung aus dem Iran gestaltet sich für Medien wie die Deutsche Welle extrem schwierig. Der deutsche Auslandsrundfunk und andere Auslandsmedien könnten bereits seit vielen Jahren nicht mehr mit eigenen Reporterinnen und Reportern aus dem Iran berichten, da sie von der dortigen Regierung als Terrororganisation eingestuft worden seien, sagte Johannes Beck, Leiter des Persian Service bei der Deutschen Welle, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).


Internet bleibt gesperrt

„Seit dem Kriegsbeginn ist das Internet im Iran fast komplett gesperrt. Daher ist es unmöglich, ein umfassendes Stimmungsbild zu bekommen“, fügte Beck hinzu. Stattdessen sei man auf Informationen angewiesen, die der Deutschen Welle von Menschen aus dem Iran direkt oder indirekt geschickt würden. „Das ist mit einem hohen Risiko verbunden.“

 

Die iranische Regierung habe seit Kriegsausbruch laut eigenen Angaben bereits Hunderte Menschen verhaftet, die auf sozialen Netzwerken Fotos von Angriffsschäden geteilt oder internationalen Sendern wie Iran International Informationen zugespielt hätten. Außerdem würden im Iran selbst Familienangehörige von iranischen Exil-Journalisten durch Sicherheitsbehörden bedroht, so Beck.

 

Regime fährt harten Kurs

Die Stimmung in dem Land beschrieb der Mitarbeiter der Deutschen Welle als verzweifelt. „Die Auswirkungen und Zerstörungen des Krieges sind zunehmend spürbar, der von vielen erhoffte Regimewechsel ist bisher ausgeblieben und stattdessen agiert die Regierung immer repressiver.“

Seit Beginn des Krieges seien 14 politische Gefangene im Iran hingerichtet worden. „Und selbst 12-jährige Kinder werden nun von den regierungsnahen Basidsch-Milizen rekrutiert, um an Checkpoints die Bevölkerung zu kontrollieren“, sagte Beck.

 

 

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