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Bettina Schausten verteidigt Abberufung von Nicola Albrecht nach KI-Eklat – lässt sie aber „nicht fallen“

Bettina Schausten verteidigt Abberufung von Nicola Albrecht nach KI-Eklat – lässt sie aber „nicht fallen“ Bettina Schausten (Foto: ZDF/Marcus Hoehn)

Chefredakteurin Bettina Schausten spricht von unprofessionellem Umgang mit Material, betont jedoch, es handle sich nicht um eine arbeitsrechtliche Maßnahme.

Mainz – ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten verteidigt nach dem Eklat um KI-Bilder im „heute-journal“ die Abberufung von Nicola Albrecht als New-York-Korrespondentin, stellt sich jedoch hinter die Journalistin und räumt Fehler auch auf Senderseite ein. Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sagt Schausten, Albrecht sei „unprofessionell mit Bildmaterial umgegangen“. Als Studioleiterin würden für sie „noch mal höhere Anforderungen“ gelten, „Regeln auch einzuhalten“.

 

Die Abberufung aus New York sei jedoch „keine arbeitsrechtliche Maßnahme“. Albrecht sei weiterhin Redakteurin des ZDF. „Ich lasse sie nicht fallen“, so Schausten. Bei der Abnahme des Beitrags hätte in Mainz „Alarm schrillen müssen, weil erkennbar Material aus dem Netz verwendet wurde“, sagt Schausten und schließt daraus: „Wir müssen unsere Prozesse intensivieren und die Prüfungen gewissermaßen automatisieren.“

 

Sie unterstelle Albrecht „in keiner Weise irgendeine Fälschungs- oder Manipulationsabsicht“, daher sehe sie auch „keine Veranlassung“, alle Beiträge der vergangenen Jahre noch einmal zu kontrollieren. Zur Kommunikation des Senders in dem Fall räumt Schausten ein: „Die Tragweite des Themas wurde spät erkannt.“

 

 

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