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Belegschaft verzichtet erneut auf Gehalt und sichert so Fortbestand der Zeitung „nd“

Hintergrund sind anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen seit der Umwandlung der „nd“ in eine Genossenschaft.

Berlin – Die Tageszeitung „nd“ (ehemals Neues Deutschland) steht weiterhin vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Seit der Umwandlung in die nd.Genossenschaft eG zum 1. Januar 2022 trägt die Belegschaft maßgeblich Verantwortung für den Fortbestand des Mediums.

 

Um die Zahlungsfähigkeit des Medienhauses im zweiten Quartal 2026 sicherzustellen, haben die rund 70 Beschäftigten aus Verlag und Redaktion erneut individuell auf wesentliche Teile ihres Entgelts sowie auf Arbeitsstunden verzichtet. Seit Gründung der Genossenschaft summieren sich die freiwilligen Gehalts- und Stundenverzichte aus den Jahren 2025 und 2026 auf rund 250.000 Euro.

 

Die Genossenschaft hatte 2022 ein Verlagshaus ohne nennenswertes Eigenkapital übernommen. Bereits 2001 hatten die damalige Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und ihre Tochtergesellschaften wesentliche Vermögenswerte, darunter Gebäude und Grundstück am Franz-Mehring-Platz, in die Grundstücksgesellschaft Franz-Mehring-Platz 1 mbH ausgelagert. An dieser war die damalige Verlag Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH indirekt beteiligt. Für die Beschäftigten galt das Haus und Grundstück lange als wirtschaftliche Absicherung.

 

Heute verfügt die Genossenschaft faktisch nur über das Eigenkapital aus den Einlagen ihrer Mitglieder und wirtschaftet von Monat zu Monat. Zusätzlich setzen sinkende Abonnentenzahlen das Medienhaus unter Druck.

 

 

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