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Auftakt der Tarifgespräche bei dpa: Gewerkschaften bekräftigen Forderungen

Mit unterschiedlichen Erwartungen sind dpa und die Gewerkschaften Ver.di und DJV in die Tarifverhandlungen gestartet. Zum Auftakt in Berlin stellten beide Seiten ihre Positionen dar.

Berlin – In Berlin haben die Tarifgespräche zwischen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und den Gewerkschaften Ver.di und DJV begonnen. An der ersten Verhandlungsrunde nahmen zudem die Tarifkommission der dpa-Mitarbeitenden sowie das Verhandlungsteam der Geschäftsführung teil.

 

Die Gewerkschaften bekräftigten ihre zentrale Forderung nach einem Festbetrag von 350 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ziel sei eine spürbare Verbesserung der Einkommen der Beschäftigten.

 

Die dpa-Geschäftsführung ordnete die Forderung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein. Die wirtschaftliche Lage der dpa-Muttergesellschaft sei eng mit der Situation ihrer Kunden und Eigentümer im Mediengeschäft verbunden. Angesichts der anhaltend schwierigen Lage der Branche sei ein Tarifabschluss oberhalb der Inflationsrate aus Sicht des Unternehmens nicht darstellbar. Den Vorschlag der Gewerkschaften, höhere Tarifabschlüsse über eine generelle Anhebung der Bezugspreise zu finanzieren, wies das Verhandlungsteam als nicht mit der Marktsituation vereinbar zurück. Machbar sei ein Abschluss im Bereich der Inflationsrate.

 

Ziel der Tarifverhandlungen sei es, eine Lösung zu finden, die die Interessen der Beschäftigten, die Marktbedingungen und die wirtschaftlichen Gegebenheiten bei den Kunden der dpa in Einklang bringe. Ein Verhandlungsergebnis müsse zugleich zur Stabilität des Unternehmens in der aktuellen Umbruchphase der Medienbranche beitragen.

 

Die erste Verhandlungsrunde diente nach Angaben der dpa dazu, die Positionen der Gewerkschaften und der innerbetrieblichen Tarifkommission zu erläutern. Für den nächsten Termin am 5. Februar kündigte das Verhandlungsteam der dpa die Vorlage eines konkreten Angebots an.

 

 

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