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KNA

Analyse: Deutsche verbringen fast den halben Tag mit Medien

2025 nutzten die Deutschen ihre Medien knapp elf Stunden am Tag. Wie eine Analyse des Branchenverbands Vaunet zeigt, legen digitale Angebote zu – doch auch das klassische Radio wird weiter stark genutzt.

Berlin (KNA) – Die Mediennutzung in Deutschland bleibt unverändert hoch. Wie die am Mittwoch veröffentlichte Mediennutzungsanalyse des Branchenverbands Vaunet zeigt, verbrachten die Befragten 2025 durchschnittlich zehn Stunden und 53 Minuten pro Tag mit Medien. Gut neuneinhalb Stunden davon entfielen auf Audio- und audiovisuelle Inhalte, also etwa Videos, Fernsehen, Radio, Videospiele oder Podcasts.


Dabei ging die Nutzung des linearen Fernsehens 2025 weiter zurück. Im Schnitt schauten die Menschen täglich zwei Stunden und 55 Minuten fern; 2024 lag dieser Wert noch bei drei Stunden und acht Minuten. Dafür wurde mit einer Stunde und 43 Minuten mehr Online-Video gestreamt (plus fünf Minuten). Auch die für Videospiele aufgewendete Zeit stieg um eine Minute leicht an und beträgt nun durchschnittlich 38 Minuten am Tag.

 

Die durchschnittliche tägliche Audionutzung lag im Jahr 2025 hochgerechnet bei insgesamt vier Stunden und 19 Minuten und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Minuten. Hier liegt laut Vaunet weiter mit großem Abstand das klassische Radio vorn (drei Stunden und neun Minuten); rund 50 Minuten entfallen auf Musikstreaming und weitere neun Minuten auf Podcasts.

 

Faire Wettbewerbsbedingungen gefordert

„Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll die gesellschaftliche Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medienangebote“, so Vaunet-Geschäftsführer Frank Giersberg. Dabei erfüllten gerade auch die von Vaunet vertretenen privaten Sender „in Zeiten von Desinformation und Fake News mit ihren zuverlässigen Inhalten eine besondere demokratiesichernde Funktion“.

 

Giersberg wies darauf hin, dass die privaten Medienangebote im Wettbewerb mit den Big-Tech-Plattformen und den Öffentlich-Rechtlichen faire Wettbewerbsbedingungen bräuchten. Ihre Finanzierungsgrundlagen müssten „in allen Bereichen hinreichend geschützt werden“, so Giersberg. Die privaten Medien haben hier Probleme, weil immer mehr Werbeeinnahmen zu den großen Internetplattformen abwandern.

 

Die hohe Relevanz der audiovisuellen Medien in Deutschland zeige sich auch in der Reichweite der Gattungen, so Vaunet: Radio und Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming erreichten praktisch die gesamte Bevölkerung in Deutschland.

 

 

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