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Internettelefonie-Dienst Skype bekommt massive Störung in seinem weltweiten Netz nicht in Griff

Die Störung sei von einer einzigartigen Kette von Ereignissen verursacht worden, «und die genaue Entwicklung ist noch nicht völlig verstanden worden», sagte Skype-Sicherheitschef Kurt Sauer der «New York Times». Im Juli zählte das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Luxemburg insgesamt 220 Millionen registrierte Nutzer.

Hamburg (dpa) - Der Internettelefonie-Dienst Skype bekommt die massive Störung in seinem weltweiten Netz weiterhin nicht in Griff. Auch am Freitag beklagten sich zahlreiche Nutzer in Internet-Blogs darüber, dass sie sich nicht in die Software einwählen können. Über die Ursachen der Panne herrschte unter den Nutzern weiter Rätselraten. Das Unternehmen machte bislang wenig konkrete Angaben über die Art der Störung.

Es hieß lediglich, der Grund sei ein «Fehler im Algorithmus der Skype-Netzwerksoftware», die das Zusammenspiel des Skype-Programms auf den Computern der Nutzer mit dem restlichen Netzwerk regele. Am Donnerstag hatte die Tochter des Online-Auktionsriesen eBay noch angekündigt, die Störung in 12 bis 24 Stunden beheben zu wollen.

Möglicherweise könne das Problem aber auch länger andauern, sagte Skype-Sicherheitschef Kurt Sauer der «New York Times». Die Störung sei von einer einzigartigen Kette von Ereignissen verursacht worden, «und die genaue Entwicklung ist noch nicht völlig verstanden worden». Skype nutzt die Rechner der Nutzer als Teile eines sogenannten Peer- to-peer-Netzwerkes. Mit der Software von Skype können Nutzer über das Internet telefonieren und untereinander Textnachrichten verschicken. Im Juli zählte das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Luxemburg insgesamt 220 Millionen registrierte Nutzer.