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Obamas Amtseinführung schlägt Jackson-Trauerfeier im Internet

Aber fast jeder zehnte US-Bürger sah Trauerzeremonie im TV.

New York (AFP) - Millionen Menschen haben die öffentliche Trauerfeier für den verstorbenen Popstar Michael Jackson verfolgt - doch gegen die Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama kam der "King of Pop" nicht an. Wie die Technologiefirma Akamai, die sogenanntes Streaming oder Internet-TV bereitstellt, am Mittwoch bekanntgab, verfolgten mehr als sieben Millionen Menschen pro Minute Obamas Amtseinführung via Streaming, am Tag von Jacksons Tod waren es 4,2 Millionen, seine Trauerfeier verfolgten 3,9 Millionen Zuschauer. Endgültige Zahlen für die TV-Zuschauer weltweit lagen zunächst noch nicht vor, Experten vermuten jedoch, dass etwa ähnlich viele Menschen die Jackson-Trauerzeremonie in Los Angeles verfolgten wie die Beisetzung von Prinzessin Diana 1997: Damals waren es rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit. Allein in den USA jedoch schauten nach Angaben des Nielsen-Instituts aus New York 31 Millionen Menschen in 23,6 Millionen Haushalten die Trauerfeier auf rund 20 Fernsehkanälen an, das sind knapp zehn Prozent der Bevölkerung. Allerdings sahen sich die Beisetzung des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan im Jahr 2004 immerhin 35 Millionen Menschen an, die Diana-Trauerfeier 1997 rund 33,2 Millionen.

Das Internet und vor allem Sozialnetzwerke wie Twitter und Facebook gewännen bei derlei Medienereignissen immer mehr an Bedeutung, sagte Rich Hanley von der Quinnipiac Universität im US-Bundesstaat Connecticut. Es sei nicht mehr möglich, die Anzahl der Menschen, die ein Ereignis live verfolgen, nur an der Zahl der Fernsehzuschauer festzumachen. Jackson war am 25. Juni in Los Angeles gestorben, die öffentliche Trauerzeremonie in Anwesenheit von Familie, Freunden und Weltstars fand am Dienstag ebenfalls in Los Angeles statt.