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Newsroom - kress.de/M. Bartl

„Die Zeit“ stellt Christ & Welt“ nach fast 80 Jahren ein

1948 als eigenständige Wochenzeitung gegründet, seit 2010 Beilage der „Zeit“: „Christ & Welt“ verschwindet zum 22. Oktober endgültig. Was aus der Redaktion wird.

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ stellt am 22. Oktober ihre Sonderseiten „Christ & Welt“ ein. Das berichtet das Portal katholisch.de und zitiert dabei eine Sprecherin des Verlags: „Die Berichterstattung über religiöse und christliche Themen möchten wir fortführen, allerdings nicht mehr in Form eines eigens zu abonnierenden Angebots, sondern im Digitalen sowie auf den Seiten 'Glauben und Zweifeln'.“

In Zukunft werde die Rubrik „Glauben und Zweifeln“ häufiger mit erweitertem Umfang in der Zeit zu finden sein, so die Sprecherin weiter. Die Redakteurinnen von „Christ & Welt“ sollen den Angaben zufolge in andere Ressorts der Wochenzeitung wechseln.

 

„Die Zeit“ hatte die Marke „Christ & Welt“ 2010 von der kurz davor eingestellten katholischen Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ übernommen. 1980 war die 1948 gegründete und in der frühen Bundesrepublik einflussreiche evangelisch-konservative Wochenzeitung „Christ & Welt“ im „Rheinischen Merkur“ aufgegangen und dort als Ressort weitergeführt worden.

Nach der Übernahme durch die Zeit 2010 wurde „Christ & Welt“ zunächst von einer Tochtergesellschaft der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn als sechsseitige Beilage fortgeführt.

2016 übernahm die Zeit die Beilage komplett und verlegte die Redaktion nach Berlin. „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erklärte damals gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“: „Wir glauben, 'Christ & Welt' so am besten absichern und weiterentwickeln zu können.“ Die Verankerung der Themen Religion und Sinnsuche seien ihm wichtig. 2024 wurde der Umfang von „Christ & Welt“ von sechs auf drei Seiten halbiert. Dazu hieß es, der Verlag sei überzeugt, „Christ & Welt“ werde„ als Teil des Hauptblattes noch besser - zwar weniger umfangreich, aber inhaltlich noch stärker“.

 

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