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„Tagesthemen“-Moderator Helge Fuhst kehrt der ARD den Rücken

„Tagesthemen“-Moderator Helge Fuhst kehrt der ARD den Rücken Helge Fuhst (Foto: ARD)

Fuhst wechselt vom Ersten in die privaten Medien. Wohin es genau geht, soll im Februar bekannt gegeben werden. Damit verliert die ARD ein weiteres bekanntes Gesicht.

Hamburg (KNA). „Tagesthemen“-Moderator Helge Fuhst wird schon bald die ARD verlassen. Wie der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) aus NDR-Kreisen bestätigt wurde, wird Fuhst zu einem privaten Medienunternehmen wechseln. Sein neuer Arbeitgeber soll im Februar kommuniziert werden, sobald letzte offene Fragen geklärt sind.


Der 41-Jährige leitet seit 2019 die ARD-„Tagesthemen“ und gehört auch zum Moderationsteam der Nachrichtensendung. Fuhst ist außerdem Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, der beim NDR angesiedelten, anstaltübergreifenden Nachrichtenredaktion, und damit auch für die „Tagesschau“ mitverantwortlich.


Vor seiner Tätigkeit bei ARD-aktuell war Fuhst von Januar 2018 bis September 2019 Programmgeschäftsführer des Ereigniskanals Phoenix und moderierte politische Diskussionssendungen wie „Unter den Linden“ und „Der politische Frühschoppen“. Seine Karriere hatte Fuhst beim NDR begonnen und wurde von „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow gefördert. Als Buhrow 2013 Intendant des WDR wurde, ging Fuhst als sein persönlicher Referent mit nach Köln und wechselte 2016 zu Phoenix.


Knapp als WDR-Intendant gescheitert
2024 bewarb er sich als Nachfolger von Buhrow um das Amt des WDR-Intendanten und erzielte einen Überraschungserfolg, als er den favorisierten WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn auf die Plätze verwies. Im zweiten Wahlgang unterlag er dann jedoch der heutigen Amtsinhaberin Katrin Vernau. Fuhst blieb bei ARD-aktuell; sein Vertrag wurde jüngst erst um weitere drei Jahre verlängert.


Helge Fuhst gehört zu den wenigen bekannten Gesichtern von ARD und ZDF, die aus einer öffentlich-rechtlichen Leitungsebene zu den Privaten wechseln. Bisher waren es Sprecherinnen und Sprecher der „Tagesschau“ wie Linda Zervakis (ProSieben), Marc Bator (Sat.1) und Constantin Schreiber (Axel Springer Verlag), die diesen Schritt gewagt haben. Nach KNA-Informationen soll Fuhst in seiner künftigen Rolle sowohl Managementaufgaben übernehmen als auch selbst auf dem Bildschirm präsent sein.

 

 

 

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