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Fernsehmoderatorin Andrea Kiewel steht zu DDR-Identität

Mehr als die Hälfte ihres Lebens habe in der DDR stattgefunden, sagte die 41-jährige Journalistin.

Berlin (ddp). Fernsehmoderatorin Andrea Kiewel steht zu ihrer DDR-Identität. Mehr als die Hälfte ihres Lebens habe in der DDR stattgefunden, sagte die 41-jährige Journalistin in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift «Super Illu». «Meine behütete Kindheit, die schwere Zeit beim Leistungssport, Studium, die Geburt meines ersten Kindes. All das ist für immer abgespeichert in Kopf und Herz», betonte sie.

Trotz der vielen Jahre seit der Wiedervereinigung gebe es immer noch wichtige Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen, sagte Kiewel. «Wenn man mich in einen Raum mit 100 Menschen sperren würde, die ich nicht kenne, wüsste ich eine halbe Stunde später, wer aus der ehemaligen DDR ist», sagte sie. «Diese Menschen sind offener, neugieriger und haben sehr viel Herzenswärme - daran erkenne ich uns.»

Sie sei jedoch gegen jedes Verklären des Lebens in der DDR, betonte die gebürtige Berlinerin. «Eine Diktatur ist immer ungerecht, auch wenn es die des Proletariats ist», sagte sie. Kiewel gehörte dem Blatt zufolge als Schülerin zur DDR-Nationalmannschaft im Schwimmen. Später wurde sie Lehrerin und startete nach der Wende ihre Fernseh-Karriere. Sie moderiert jeden Sonntag den ZDF-«Fernsehgarten» und alle 14 Tage freitags die Talkshow «Riverboat» im MDR.