Journalistenpreise
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Theodor-Wolff-Preis und Wächterpreis 2026 vergeben

Theodor-Wolff-Preis und Wächterpreis 2026 vergeben Berbner, Ku, Schrenk, Westermann, Benedyk (v. l., Foto: BDZV/Zumbansen)

Karolina Benedyk, Marvin Ku und Jakob Schrenk erhalten den Theodor-Wolff-Preis. Beim Wächterpreis werden Bastian Berbner sowie Erik Westermann und die Redaktion der „Braunschweiger Zeitung“ ausgezeichnet.

Berlin – Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) hat die diesjährigen Preisträger des Theodor-Wolff-Preises und des Wächterpreises bekannt gegeben. Beide Journalistenpreise wurden am Dienstagabend vor gut 300 Gästen in Berlin vergeben.

 

Drei Auszeichnungen beim Theodor-Wolff-Preis

Der mit jeweils 6.000 Euro dotierte Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an Karolina Benedyk, Marvin Ku und Jakob Schrenk.

 

Benedyk wird in der Kategorie „Lokales & Zusammenhalt“ für ihren Beitrag „Ein wahres Tandem“ ausgezeichnet, der am 17. Oktober 2025 im „Weser-Kurier“ erschien. Darin erzählt sie die Geschichte eines Mannes, der seit vielen Jahren mit einem behinderten Mann Tandem fährt und gemeinsam mit ihm Zeit verbringt. Die Jury würdigt das Porträt als sprachlich herausragend und hebt hervor, dass darin im Kleinen etwas Großes sichtbar werde: „wie sich jemand kümmert, der das überhaupt nicht muss“.

 

Marvin Ku erhält den Preis in der Kategorie „Gesellschaft & Dialog“ für seinen Beitrag „Nicht von hier“, erschienen am 2. Oktober 2025 im „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Ku beschäftigt sich darin mit dem Begriff „Migrationshintergrund“ und verbindet eigene Erfahrungen mit wissenschaftlichen und politischen Perspektiven. Der Text eröffne eine Innenperspektive auf Herkunft und Fremdsein, urteilt die Jury.

 

In der Kategorie „Zukunft & Verantwortung“ wird Jakob Schrenk für seinen Essay „Das Ertrinken im Redefluss“ ausgezeichnet. Der am 30. Mai 2025 ebenfalls im „Süddeutsche Zeitung Magazin“ erschienene Text beschäftigt sich mit dem Wandel der Kommunikationskultur und unter anderem mit dem ausgiebigen Versenden von Sprachnachrichten. Die Jury bezeichnet Schrenks Beitrag als „superklugen Text“.

 

Wächterpreis für Bastian Berbner

Der mit 6.000 Euro dotierte Wächterpreis geht an Bastian Berbner für seinen Beitrag „Ihre Bestellung wird ... vorbereitet ...“, der am 20. März 2025 in „Die Zeit“ erschien. Berbner beschäftigt sich darin mit Beschaffungsvorgängen zwischen Rüstungsindustrie und Verteidigungsministerium. Die Jury spricht von einer „starken Recherche zum richtigen Zeitpunkt“.

 

Das mit 10.000 Euro ausgestattete Wächterpreis-Redaktionsstipendium erhalten Erik Westermann und die Redaktion der „Braunschweiger Zeitung“. Ausgezeichnet wird der am 29. März 2025 erschienene Beitrag „Im Bann des Opfers: Anatomie eines Justizversagens“. Neben Westermanns Recherche hebt die Jury die Verbindung des juristischen Themas mit der Arbeit der Lokalredaktion und deren investigativen Schwerpunkt hervor.

 

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