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Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten

Joachim Kaiser für das Lebenswerk geehrt.

Berlin - Der Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an sechs Journalisten: Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der Sparte "Lokales" erhalten Detlef Schmalenberg für seinen Artikel "Das Milliarden-Puzzle" ("Kölner Stadt-Anzeiger"), der in einer hervorragend recherchierten Dokumentation die Umstände des Einsturzes an der Kölner U-Bahnbaustelle ausleuchtet, sowie Frank Buchmeiner für seinen Beitrag "Eines Morgens an der Sonnenuhrhütte" ("Stuttgarter Zeitung"), in dem der Autor ohne jede Sozialromantik schildert, wie eine engagierte Frau einen im Wald lebenden Penner wieder in die Gesellschaft zurückhilft.

Arne Perras sowie Sabine Rennefanz bekommen den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie "Allgemeines". Perras ("Süddeutsche Zeitung", München) berichtet in seinem Artikel "Die Räuber" über das Leben somalischer Piraten. Sabine Rennefanz schildert in ihrer breit angelegten Reportage "Die grüne Festung" ("Berliner Zeitung") Hoffnungen und Nöte einer Hausgemeinschaft am Kottbusser Tor, einem Berliner Kiez mit schlechtem Ruf.

Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie "Kommentar/Glosse/Essay" hat die Jury Jana Hensel für ihren Beitrag "Vater Morgana" ("Die Zeit", Hamburg ) zuerkannt, in dem sich die Autorin sehr pointiert mit der Frage beschäftigt, ob Elternteilzeit und Vätermonate Rolle und Arbeitsbelastung der Mütter in der deutschen Gesellschaft verändert haben.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Joachim Kaiser ("Süddeutsche Zeitung", München). Die Jury würdigte ihn als herausragenden Kultur- und insbesondere Musikkritiker, der immer für den Rang der Kultur in der Gesellschaft eingetreten sei und das geistige Leben in Deutschland seit Jahrzehnten mit seinen Beiträgen in der "Süddeutschen Zeitung" maßgeblich begleite.

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