Journalistenpreise
KNA

Nach einem Jahr Pause: Otto-Brenner-Preis wird 2026 fortgesetzt

Die Otto-Brenner-Stiftung kooperiert bei ihrem Medienpreis ab sofort mit dem Netzwerk Recherche. Geplant sind mehr Recherche-Stipendien als bisher – und ein eigener Preis für Lokaljournalismus.

Berlin (KNA) – Nach einem Jahr Pause setzt die Otto-Brenner-Stiftung (OBS) den gleichnamigen Preis für kritischen Journalismus 2026 fort. Wie die gewerkschaftsnahe Stiftung am Donnerstag mitteilte, hätten Stiftung und Jury die Zeit genutzt, den Preis weiterzuentwickeln, um mit der Auszeichnung neue Akzente zu setzen.


Der 2005 erstmals ausgeschriebene Preis öffnet sich ab sofort auch für den Lokaljournalismus und vergibt künftig vier statt bislang drei Recherche-Stipendien. Die Recherche-Förderung steige daher von 15.000 auf insgesamt 24.000 Euro, so die OBS. Neben dem mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis für kritischen Journalismus und dem Newcomer-Preis für engagierten Journalismus gibt es künftig auch einen Preis für die beste lokale Recherche, der – wie der Newcomer-Preis – mit 3.000 Euro dotiert ist.

 

„Recherchen sind das Fundament von kritischem Journalismus. Bei immer mehr prekären Arbeitsverhältnissen im Journalismus sehen wir es als gewerkschaftsnahe Stiftung als unsere Aufgabe, Kolleg*innen noch stärker als bisher dabei zu unterstützen, ihre Recherchen umzusetzen“, sagt OBS-Geschäftsführer Can Gülcü. Dies sei gerade mit Blick auf die Herausforderungen im Lokalen wichtig.

 

Verleihung am 11. Juni

Bei der Preisverleihung, die am 11. Juni in Hamburg stattfinden soll, kooperiert die Stiftung zudem erstmals mit der Journalistenorganisation Netzwerk Recherche. Die OBS unterstützt das Netzwerk Recherche nach eigenen Angaben bereits seit vielen Jahren als Mitglied des Förderkuratoriums.

„Der Otto-Brenner-Preis würdigt genau den Journalismus, der auch uns am Herzen liegt, indem er tiefgründige, unbequeme und gesellschaftlich relevante Recherchen auszeichnet. Den Ausbau der Recherchestipendien begrüßen wir sehr“, so Daniel Drepper, Investigativjournalist und Erster Vorsitzender von Netzwerk Recherche.

 

Der Jury des Otto-Brenner-Preises gehören in diesem Jahr die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner, Brigitte Baetz vom Deutschlandfunk, der Journalismus-Professor Volker Lilienthal, die Leiterin der Deutschen Journalistenschule München, Henriette Löwisch, „Süddeutsche“-Kolumnist Heribert Prantl und der Umweltjournalist Harald Schumann an.

 

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