Mannheim – Oft schon habe ich mich gefragt, warum und wozu es so viel Staub gibt. Staub, aus dem wir laut Bibel stammen und zu dem wir wieder zurückkehren.
Schon Sprachfalle 109 hat sich mit Staub und saugen beschäftigt. Das möchte ich am Beispiel Hausstaub noch einmal aufgreifen, weil diesem nur mühsam beizukommen ist, auch in der Rechtschreibung.
Wer Staub beseitigen will, greift am besten zum Staubsauger (aus dem einer meiner Söhne gerne den „Saugstauber“ machte). Wenn jemand erzählen möchte, was er tut/tat/getan hat, sagt er/sie: „Ich sauge Staub“/„Ich saugte Staub“ oder „Ich habe Staub gesaugt.“ Diese Formen gehen auf die Kombination „Staub saugen“ zurück.
Das Ganze lässt sich statt mit zwei Wörtern aber auch in einem Verb ausdrücken: „staubsaugen“.
Dessen Zeitformen gehen so:
Präsens: ich staubsauge, du staubsaugst, er/sie/es staubsaugt … Präteritum: ich staubsaugte
Perfekt: ich habe gestaubsaugt
Verständlich und möglich ist auch die Kurzform: „Ich habe gesaugt“ bzw. „ich saugte“. Will man das Objekt nennen, sagt man: „Ich habe den Teppich/das Wohnzimmer/das Wohnmobil gesaugt.“
In Sprachfalle 111 wird im Café eine Tasse Kaffee getrunken.
In Sprachfalle 109 ging es um saugen, schwache und starke Verben.
Stephan Töngi war beim „Mannheimer Morgen“ zuletzt für die Qualitätssicherung zuständig. Zuvor arbeitete er als Redakteur, später stellvertretender Ressortleiter in der Politikredaktion. Bei seiner Tätigkeit begegneten ihm typische Schreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler. Mit seiner wöchentlichen Kolumne möchte er Kolleginnen und Kollegen davor bewahren, in die Fallen der deutschen Sprache zu tappen.
Stephan Töngi gibt Sprachtipps für Journalistinnen und Journalisten.